Nebel

 

 

„Die dicken Wolken scheiden sich, dass es hell werde, und durch den Nebel bricht Sein Licht.“

Hiob 37, 11

 

Ich liebe den Herbst in all seinen Stilarten. Ich liebe es, am frühen Morgen mit meinen Hunden durch die Felder zu laufen, die würzige Luft einzuatmen und die herrlichen Farben der Blätter an und unter den Bäumen zu bewundern. Am liebsten gehe ich dabei im Nebel los. Sie umwarbern mich, nehmen mir teilweise die Sicht, diese Nebelschwaden. Wie graue Vorhänge, manchmal dick, manchmal leicht, umgeben sie mich.

Und dann - diesen Moment liebe ich - lösen sich die Nebel auf. Langsam, aber unaufhörlich, müssen diese undurchdringlichen Gebilde im Licht des neuen Tages weichen. Meine Sicht wird klarer und klarer. Dachte ich eben noch, den Weg kaum noch finden zu können in der dicken Suppe, ist von einem Moment zum anderen plötzlich alles klar.

 

Für mich ist dies ein lebendiges Beispiel meines Glaubens. Wie oft denke ich in meinem Leben, dass ich nichts mehr sehe. Die Probleme sind zu dick, zu schwer, zu undurchdringlich. Sie nehmen mir total die Sicht. Fast verliere ich die Orientierung in diesem Nebel aus Schwierigkeiten und Enttäuschung. Der Kampf durch diese Art von Nebel zu gehen macht müde. Wie oft kommt eine Furcht dazu, denn die dicken Nebel scheinen das Licht der Hoffnung und der Freude komplett zu schlucken.

Doch glaube mir, der Moment, da die Nebel am undurchdringlichsten erscheinen, ist derselbe Moment, da die Sonne ihre Kraft bündelt, für deine Augen unsichtbar, um mit ihren kraftvollen Strahlen mühelos die Nebelbänke zu durchdringen und aufzulösen. Dies geschieht so schnell und so garantiert, dass ich mir, wenn ich plötzlich unter einem blauen Himmel stehe, mit freier Sicht soweit das Auge reicht, gar nicht mehr vorstellen kann, dass eben noch dichte Undurchdringlichkeit um mich war.

 

So ist es in meinem Leben mit Jesus. Sein Licht, seine Kraft, seine Souveränität, seine Liebe und sein Blut stehen über all meinen Nöten. Mag Satan mich umhüllen mit einem dicken Nebel und so versuchen, mich straucheln zu lassen, mich zu Fall zu bringen, kann ich trotzdem singen und gehen und mich freuen.

Denn ich weiß, der Moment steht kurz bevor, an dem Gott durch die Kraft seines Geistes, seines Wortes und seiner ungeteilten Liebe zu mir das kraftvolle, alles verändernde Blut Jesus Christus, für mich am Kreuz vergossen, über alle Nebel meines Lebens legt und sie auflöst.

Die Strahlkraft des Evangeliums bricht durch! Sein helles, lebendiges Licht lässt sich durch nichts aufhalten!

Jesus hat am Kreuz alle Dunkelheit und alle Nebel  meines

Lebens besiegt!

 

 

Endgültig!

 

Der Moment des Sieges des Lichts über die Dunkelheit kommt immer für die,

die Jesus vertrauen!

 

AMEN!

 

 

Deine Susanna Duensing

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