Vier Jahre

 

 

Meine lieben Leser und Geschwister im Herrn!

 

 

 

Vier Jahre. Was für eine Zahl. 48 Monate, 1460 Tage.

 

Solange ist es her, seit ich nicht mehr geschrieben habe. Solange ist es her, dass mein Herz gebrochen wurde und meine Seele so trüb wurde wie eine Schlammpfütze.

 

Genau so lange brauchte ich, um wieder geistig gehen zu können und die Fesseln des Schmerzes abzustreifen.

 

Solange brauchte ich, um Vergangenes zu begreifen, geistliche Prinzipien und Wahrheiten zu begreifen und zu verstehen, dass Gott wirklich zu Seinem Wort steht.

 

Vier Jahre lang wurde ich von einem Bus überfahren- nun beginne ich ihn selbst zu fahren und zu steuern.

 

Plötzlich will ich keinen Tag mehr damit vergeuden, immer um den selben Berg zu laufen. Nun will ich ihn versetzen!!

 

Ich habe selbst erlebt, wie es ist, immer wieder in das selbe Schlammloch zu stürzen. Doch dadurch kann ich auch bezeugen, dass Gottes Arm tatsächlich immer lang genug ist, um die Seinen zu halten, zu ziehen, zu bewahren.

 

ER hielt wirklich immer Seine Hand ausgestreckt und es war Ihm egal, ob ich es vielleicht verdient habe, dass Er sich bemüht oder nicht!

 

Er sah und sieht auch dann Sein wertvolles Kind in mir, wenn ich schmutzig bin vom Schlammloch und ich Ihm vor lauter Kraftlosigkeit nicht dienen kann.

 

Und genau das war in all dieser Zeit meine Lektion. Ja, heute sehe ich, dass in Wirklichkeit kein trauriger Tag verloren war. Heute weiß ich, dass Gott Liebe ist und bedingungslos liebt. Ob Sein Kind auf einer umjubelter Bühne steht und Hunderte auf einen Schlag bekehrt oder ob Sein Kind Mühe hat durch den Tag zu kommen und den nötigsten Pflichten nachkommen kann.

 

Seine Liebe ist für alle gleich groß!

 

Man kann sie sich nicht verdienen!

 

Unser Vater im Himmel verschenkt sie verschwenderisch an Jeden, der an Ihn glaubt und nach Ihm ruft.

 

Bevor ich wieder gehen konnte, hielt ich mich nur an Ihm fest. Und das war schon oft ein Kraftakt. Ich verkrümelte mich in Seine Rockfalten und blinzelte ab und zu hervor.

 

Mein Herr, mein wundervoller Gott, hat mich nie getrieben. Wenn ich verzweifelt war und mich ganz nutzlos fühlte in Seinem Reich und mich ein schlechtes Gewissen plagte, hörte ich ein paar Mal Seine leise, sanfte Stimme:

 

Lass dir Zeit. Es ist okay. Ich bin dir nicht böse. Meine Liebe zu dir ist immer gleich, unabhängig von deinen Leistungen.“

 

 

 

Man muss wissen, ich bin und war immer eine absolute Powerfrau. Mein Vorrat an Energie schien immer unerschöpflich, ich hopste wie ein Duracellmännchen durchs Leben. Viele Menschen zapften mich an und ließen sich ein gutes Stück Weg von mir tragen und ziehen. Ich lebte nach dem Prinzip – ich kann alles durch den, der in mir ist. Und wenn ich nicht mehr konnte, ging ich dennoch weiter mit eiserner Disziplin und Härte gegen mich selbst.

 

 

 

Mein ganzes Leben dachte ich tief in mir, ich kann nur geliebt werden, wenn ich es mir verdiene. So wurde ich von meinem Elternhaus erzogen und geprägt. Wie so viele aus meiner Generation der 60er Jahre. Unbewusst übertrug ich das auch auf Gott. Je mehr ich für Ihn tat und für andere Menschen, desto lieber musste ich Ihm und den Menschen doch sein...

 

 

 

Nein und nochmals nein!

 

 

 

Die Menschen verlassen uns dennoch und sind undankbar. Jesus ist immer mit mir, immer mein Freund, immer mein Fels, ich kann mir seiner Liebe immer sicher sein! Er ist immer gut, tut immer gut, freut sich allezeit mit mir und über mich. Seine Gnade fließt in mein Leben überreich und beständig, weil ich Ihm mein Leben gab, weil ich wiedergeboren bin, weil ich auf Seinen Namen getauft bin, weil Er Sein Blut für mich vergoss, weil Er mich durch dieses Blut teuer erkaufte. Sein Leben gab Er für mich. Nicht, weil ich besonders bin, sondern weil Er so besonders ist. Seinen Geist pflanzte Er in mich, Er stattete mich mit Seiner Kraft aus, Er pflanzte Seinen göttlichen Samen in mich. Ich brauchte nur zu glauben. Das ist alles, was in den letzten vier Jahren von mir verlangt wurde. GLAUBE.

 

Markus 5, 36

 

Fürchte dich nicht, GLAUBE NUR!“

 

 

 

Glaube nur, und überlass alles andere mir“, sagt Gott. Er räumt die Steine aus den Weg, Er ebnet meine Pfade.

 

Sprüche 3, 6

 

Auf all deinen Wegen erkenne nur IHN, dann ebnet ER selbst deine Pfade!“

 

 

 

Durch Sein Blut werden meine Sünden abgewaschen.

 

1.Johannes 1, 7

 

...das Blut Jesu, Gottes Sohn, reinigt uns von jeder Sünde.“

 

 

 

Seine Kraft fließt durch mich, weil Er es will und wenn Er es will. Einfach so, einfach weil Er mich liebt, einfach weil Er Liebe ist, einfach, weil Er keinen besonderen Grund braucht Seine Gnade über mir auszugießen. Einfach, weil ich es mir nie mit Nichts verdienen könnte und kann.

 

Einfach, weil ich Sein Kind bin!

 

1.Johannes 3, 1

 

Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen dürfen...“

 

 

 

Galater 3, 26

 

Denn ihr seid Söhne Gottes, durch den Glauben in Jesus Christus.“

 

 

 

Eigentlich einfach, oder?

 

 

 

Ich habe, ganz menschlich, ein schlechtes Gewissen vor Gott gehabt, weil ich ganze vier Jahre zum Trauern und Heilen brauchte. Doch Jesus ist nicht menschlich, sondern göttlich. Und für Ihn sind vier Jahre ein Wimpernschlag, sowieso! Wir beide, mein Herr und ich, haben noch sooo viel Zeit, Dinge in Bewegung zu setzen, Gutes zu tun, aktiv zu sein, oder einfach zu „chillen“.

 

 

 

Gott hat meine Einstellung verändert. Ich musste durch ein Tal der Tränen, menschlicher Enttäuschung, Herzschmerz und Ohnmacht. Ich habe erfahren, wie ein Schock in die Knochen fahren kann und lähmte. Und ich habe gelernt, dass mich nicht meine Energie und menschliche Kraft ausmacht, sondern Gottes Gnade.

 

Psalm 103, 8

 

Barmherzig und gnädig ist der HERR, langsam zum Zorn und groß an Gnade.“

 

 

 

Gott ist kein Sklaventreiber.

 

Sein Geist setzt in Bewegung und ist eine vorwärtstreibende Kraft. Aber das Tempo ist Seinen Kindern individuell angepasst!

 

 

 

Heute bin ich dankbar für die letzten vier Jahre. Was mich mein Jesus dadurch lehrte ist so kostbar!

 

Es ist so befreiend. Es ist so groß!

 

Mein Herr liebt mich!Durch Ihn bin ich wertvoll!In Seinen Augen bin ich schön und kostbar!

 

Einfach, weil ich Sein Kind bin!

 

 

 

Weil ich den Schmerz nicht festhalten konnte, da ich mit beiden Händen Jesus ergriff und mich an Ihn klammerte, mussten Schmerz und Trauer endgültig weichen!

 

Freudenöl statt Trauergewand, Schönheit statt Asche!

 

Jesaja 61,3

 

Aus dem tiefen Tal wieder rauf auf den Berg!

 

 

 

Ich habe meine Lektion endlich gelernt. Diese Lektion! Die nächste Lektion kommt – ich weiß!

 

Aber ich habe Jesus gebeten, eine Weile damit zu warten. Jetzt möchte ich einfach mal die doch mühevoll gelernte Lektion noch ein wenig sacken lassen und mich herrlich an der wundervollen neuen Erkenntnis freuen. Einfach freuen!

 

 

 

Darf ich dir ganz ehrlich etwas sagen? Gott liebt dich! Ich weiß es. Es ist die Wahrheit!

 

Egal, wo du stehst, was du getan oder nicht getan hast. Egal, wie du dich fühlst oder selbst siehst. Egal, ob du denkst, alle anderen sind besser, schlauer, reicher. Gott leibt dich! Unverdient, rein und aufrichtig. Er sieht dich durch die Augen Seiner unfassbaren göttlichen Liebe. Ja, DICH!

 

 

 

Römer 8, 38+39

 

Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte,

 

39 weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns scheiden können von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist, unserem Herrn.“

 

 

 

Du bist besonders.

 

Du bist wertvoll.

 

Einfach so.

 

So einfach, ...oder?

 

 

 

 

 

Ich umarme dich und sende dir ganz liebevolle Segensgrüße!

 

Deine Sanna